Gemeinde punktet mit Umweltschutz

undefined Den prüfenden Blicken der Jury stellte sich die Gemeinde Salach

Ortsverschönerung: Jury macht Station in Salach

Landrat kritisiert mangelnde Beteiligung am Wettbewerb –
Elf Kommunen dabei

Elf Gemeinden haben sich am Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ beteiligt. Gestern machte die Bewertungskommission in Salach Station.

Vor sechs Jahren hat sich die Gemeinde Salach letztmals am Kreiswettbewerb beteiligt und ist heuer die einzige Gemeinde in der Größe zwischen 6.000 und 11.000 Einwohnern, die mit in den Ring steigt. „Die Beteiligung läßt zu wünschen übrig“, sagte Landrat Franz Weber, der mit weiteren acht Juroren die Gemeinden unter die Lupe nimmt.
In die Bewertung fließen die unterschiedlichsten Kriterien, wie Infrastruktur, kulturelles Leben, Ver-
kehrskonzept oder Beteiligung an Wettbewerben, wie dem Blumenschmuckwettbewerb, mit ein. Daß Salach einiges zu bieten hat und um stete Weiterentwicklung bemüht ist, machte Bürgermeister Bernd Lutz bei der Vorstellung seiner Gemeinde deutlich. Rasante Vergrößerungen seien in der Filstal-
gemeinde nicht zu erwarten, allein die eng an die Markungsgrenzen reichenden Nachbargemeinden lassen ein verstärktes Wachstum nicht zu.
„Wir legen den Schwerpunkt auf die Gewährleistung der Eigenentwicklung“, sagte Lutz mit Blick auf das neu zu erschließende Baugebiet Lettenäcker. Als Eckpunkte für die Verkehrsinfrastruktur nannte er die Fahrradabstellanlage am Bahnhof, den Bau neuer Buswartehallen, Parkhaus, Rad- und Fuß-
gängerunterführung und nicht zuletzt den Salacher Bürgerbus, der seinen Betrieb im September auf-
nehmen wird und landesweit als Pilotprojekt gilt. Auch im Bereich Nahtourismus will Salach künftig stärker Fuß fassen, eine neue Ortsbeschilderung, die Ausweisung einer Hotel- und Gaststättenroute und ein Wanderplan sollen Salach für Ausflügler attraktiver machen. Mit insgesamt rund 90 Übernacht-
ungsmöglichkeiten braucht sich die Gemeinde nicht zu verstecken.
Mit 40 Vereinen ist es um das kulturelle Leben gut bestellt, als Besonderheit strich der Rathauschef den Kulturverein heraus, der die gesamte Kulturarbeit betreut. „Ehrenamt wird in Salach groß geschrieben“, betonte Lutz. Beispiele seien die Salacher Jugendstiftung, die Einführung des Ehrenamtszertifikats und das Freiwilligenfest. Jüngst hat man ein Aktivbüro als Koordinations- und Anlaufstelle für die Vereine und Organisationen eingerichtet.
Mit den drei Großprojekten Gemeindehalle im Tobel, Sanierungsgebiet Kaffeegasse und dem Baugebiet Lettenäcker tut sich auch auf dem Bausektor einiges.
Dass der kommunale Klimaschutz in Salach ernst genommen werde, machte Lutz deutlich: „Blockheiz-
kraftwerk in der Staufeneckschule“, nannte er als Stichwort. Ein ganz besonderes Projekt sei die Nah-
wärmeversorgung in der Kaffeegasse, die landesweit einmalig sei und der Umwelt schon im ersten Bauabschnitt rund 250 Tonnen Kohlendioxid erspare.
Mit insgesamt rund 3.300 Arbeitsplätzen liegt Salach im Vergleich zu anderen Gemeinden gleicher Größe gut im Rennen. Salach war gestern die drittletzte Station der Bewertungskommission.