Neujahrskonzert "Sparkling Brass & Friends"

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Klanggewaltiger Abschluss

Das siebte Konzert für die Aktion „Gute Taten“ - das fünfte Neujahrskonzert in der Stadthalle Göppingen, das ist traditionsverdächtig. „Sparkling Brass & Friends“ brillierten bei ihrem vorerst letzten Auftritt.

Göppingen. Es soll das letzte so gestaltete Neujahrskonzert von „Sparkling Brass & Friends“ in dieser Form für die NWZ-Aktion „Gute Taten“ gewesen sein - sehr zum Leidwesen der zahlreichen Freun-
de, Sponsoren und Gäste, die am Samstagabend in die Göppinger Stadthalle gekommen waren, um die Musiker des Blechbläserquin-
tetts und ihre musikalischen Freunde aus ganz Deutschland und dem Ausland zu erleben. Trotz klirrender Kälte hatte sich viel Publikum eingefunden und das Foyer der Stadthalle brummte und summte nur so in freudiger Erwartung. Mit einer festlichen, klanggewaltigen Fanfare, die Strauß einst für die Wiener Philharmoniker geschrieben hat, eröffnete das große Blechbläserensemble, das Thomas Ratzek, Diri-
gent und Tompeter in Bremen, zusammengestellt hatte, das vielfältige Programm. Es sollte ein Abend werden, so die launige Moderation Richard Fallers, der eine kleine Zeitreise, sozusagen ein „Best of Sparkling Brass seit 2001“ bot. So folgte dem fulminanten Auftakt, der schon den großen Bläsersound ahnen ließ, ein Stück von Dimitri Schostakowitsch, das Concertino Nr. 94, das im Todesjahr von Stalin entstand. Es enthält düstere und tragische Harmonien, die die schreckliche stalinistische Ära beleu-
chten, dann aber heiterer und offener die neue Zeit heraufdämmern lassen. Die Schatten weichen, Befreiung wird hörbar, auch unterstützt von den hellen Perkussionsklängen. Ein sehr politisches Stück, das Sparkling Brass überzeugend präsentierte.
Danach zeigte es sich, dass auch Frauen mit atemberaubender Technik, mit Schnelligkeit und äußerster Einfühlung das Euphonium spielen können. Brass ist längst keine Männerdomäne mehr, wie Angie Hunter vorführte. Nicht nur die Tempi hatte sie fest im Griff, auch der lyrische Part gelang gekonnt. Den ersten Teil beendeten fünf Sätze aus der Oper „Carmen“ von George Bizet.
Im zweiten Teil des Konzerts machte das Ensemble; das sich ohne „Friends“ aus fünf Musikern zusam-
mensetzt - Jens Tombrock und Richard Faller, Trompete und Flügelhorn, Hubert Rauschnabel, Posaune, Christian Hieber, Horn, und Frank Schwarzmayr, Tuba - Ausflüge in die Welt des Musicals und Films. Eine extravagante Zusammenstellung bot die unter die Haut gehende Titelmelodie aus dem Film „Schin-
dlers Liste“, von Christine Schwarzmayr mit ihrer Violine im Zusammenspiel mit einer Auswahl des Ensembles einfühlsam und sehr lyrisch interpretiert. Von Nostalgie geprägt war dann die Filmmusik aus der Krimiserie der 70er Jahre „Die Straßen von San Francisco“. Für James-Bond-Fans gab es einen das Publikum begeisternden Zusammenschnitt von musikalischen Motiven und Melodien aus 40 Jahren Bond-Filmen. Als Überraschungsgast sang Barbara Weiß, Sopran, begleitet von Jens Tombrock am Keyboard, aus Tabaluga von Peter Maffay das klangvolle „Ich fühl wie du“. Dass dieser Abend nicht enden wollte, war spätestens an dieser Stelle klar. Als großes Dankeschön folgten drei Zugaben, wobei Thomas Ratzek als versierter Solotrompeter mit „Can you feel the love tonight“ aus dem Musical „König der Löwen“ sein Können unter Beweis stellte. Mit überwältigendem Beifall ging das Abschluss-
konzert der 35. Aktion „Guten Taten“ zu Ende.

Fotos: Giacinto Carlucci


Thomas Herp (rechts) und seine Gäste genossen das Christine Schwarzmayr zeigte als Solistin
Konzert. wie gut sich Blechbläser und Violine mit-
einander kombinieren lassen.


Richard Faller von Sparkling Peter Seibert Jederzeit souverän: Diri- Immer eine klare Linie: Die
Brass und Sarah Slater mit am Schlag- gent Thomas Ratzek von Musiker kamen zum Teil aus
Trompete. werk. den Bremer Philharmoni- dem Profilager.
kern.


Der Donzdorfer Autohaus-Besitzer Rüdiger Schmauder (Mitte) vom Gehörte zu den Sponsoren:
Alexander Müller (li.) hatte Gäste mit- Sanitätshaus Hartlieb. Bernhard Marzini (rechts).
gebracht.


Überraschungsgast: Mit von der Partie:
Barbara Weiß. Klara Unger.

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