Mit Ökologie aus der Krise

Umweltministerin Tanja Gönner
beim Salacher Ingenieurbüro Herp

Direkt vom den Koalitionsverhandlungen in Berlin kam Umweltministerin Tanja Gönner zur Jubiläumsfeier der Firma Herp Ingenieure. Thomas Herp verbinde seit 25 Jahren Ökonomie und Ökologie, lobte sie.


Die Ministerin kam direkt von den Koalitionsverhandlungen: Von links MdL Nicole Razavi, IHK-Präsident Wolf Ulrich Martin, Ministerin Tanja Gönner, Bernd Haug von der Ingenieurkammer, Thomas u. Claudia Herp
                                                                                                 (Foto: Ingrid Zeeb)

Salach. Dass die Landesministerin in Berlin noch kurz zuvor am Koalitions-Verhandlungstisch gesessen hatte, heizte bei der Abendgesellschaft auf Burg Staufeneck die Spekulationen an: Ob Tanja Gönner vielleicht die künftige Bundesumweltministerin ist? Als heißer Tipp kursiert ihr Name jedenfalls schon seit einiger Zeit.
Doch im Mittelpunkt des Abends stand ein Unternehmen: "Die Firma Herp Ingenieure hat bei der Nutzung von Wärme aus der Umwelt Pionierarbeit geleistet", lobte die Ministerin in ihrer Festrede. Außerdem habe sie "mit Weitsicht auf Technologien zur Senkung des Energieverbrauchs von Strom und Wärme bei Gebäuden gesetzt". Und damit liege das Salacher Fachbüro für Haustechnik und Energiemanagement auf dem Kurs des Landes beim Klimaschutz.
Ein Mittel, die konjunkturell schwierige Lage zu überbrücken: Auch das sind für Gönner energetische Mo-
dernisierung und der Einsatz erneuerbarer Energien, wie sie mit dem Energiekonzept 2020 vorangetrieb-
en werden sollen. Bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien im Land bei der Stromversorrgung 20 Prozent und bei der Wärmeversorgung mindestens 16 Prozent erreichen. Durch optimiertes Energie-
management können die in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gestiegenen Energiekosten wieder gesenkt und der Ausstoß von Treibhausgasen vermindert werden. Das rechne sich - auch finanziell, so die Ministerin.
1984 hatte der damals 27-jährige Diplom-Ingenieur ( FH) für Versorgungstechnik, Thomas Herp, in Barten-
bach sein Unternehmen gegründet. Heute ist der Firmensitz in Salach, und das Büro beschäftigt 22 Mitar-
beiter. "Wir wachsen weiter, trotz Wirtschaftskrise", freut sich Thomas Herp. Der Jubiläumsabend mit rund 100 Gästen sollte deshalb ein Dankeschön sein an die Mitarbeiter und die zum Teil langjährigen Geschäfts-
partner.
Für die musikalische Umrahmung sorgten die Bläser von Sparkling Brass und die Band "Schmid und Schneider". Kabarettist Otmar Traber nahm die Leiden von Männern in der Midlife-Crises ins Visier und traf humorvoll ins Schwarze.

13.10.2009, NWZ, Text: Ingrid Zeeb

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