Grünes Licht für Nahwärmeverbund Hattenhofen

Energie für Halle, Schule und Heim

Mit dem Willen des Gemeinderats und des Trägers des neuen Seniorenzentrums kann der Nahwärmeverbund zwischen Schule, Sillerhalle und Pflegeheim in Hattenhofen verwirklicht werden.

Hattenhofen. Die Gemeinde Hattenhofen will Energie einsparen und entschied sich jetzt für einen Wärmeverbund zwischen Sillerhalle, Schule und dem neuen DRK-Seniorenzentrum. Nachdem in einer der vorangegangenen Sitzungen das Ingenieurbüro Herp eine Machbarkeitsstudie mit verschiedenen Varianten vorgestellt hatte, stimmte der Gemeinderat einmütig für die von den Fach-
leuten vorgeschlagene Lösung: Niedertemperatur-
kessel in der Schule kombiniert mit Gas-Blockheiz-
kraftwerk in der Sillerhalle. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Sanierung der maroden Heizung im Farrenstall in diesem Paket mit auszuschreiben, um bessere Konditionen zu erreichen. Das Ingen-
ieurbüro Herp aus Salach wird nun die weiteren Planungen vorantreiben.
Grünes Licht für diese Lösung gab auch das DRK, ohne das es nicht geht. Dies berichtete Bürger-
meister Jochen Reutter dem Gemeinderat. Als


nächstes werden die notwendigen Vereinbar-
ungen mit dem Träger des Seniorenzentrums getroffen und die Vertragsentwürfe vorbereitet, damit der Gemeinderat darüber beschließen kann. Für den Nahwärmeverbund werden Förderan-
träge gestellt. Schließlich kann erheblich CO2 eingespart werden. Während der erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird, fließt die Wärme direkt in die drei Gebäude. Natürlich wird ein Großteil der Wärme weiter mit dem Kessel in der Schule erzeugt. Gegenüber dem alten Kessel verfügt der neue aber über eine wesentlich bessere Energiebilanz. Der Kessel in der Schule geht aber erst in Betrieb, wenn die erzeugte Energie aus dem Blockheizkraftwerk nicht mehr ausreicht. Schule und Silllerhalle können so im Sommer "kalt" bleiben, das Warmwasser wird über das BHKW erzeugt.
Aus der Mitte des Gemeinderats kam die Frage, wieso das BHKW nicht im Seniorenzentrum auf-
gestellt wird. Der Planer vom Ingenieurbüro Herp führte dafür mehrere Gründe an. Zum einen liege die Sillerhalle günstig für die Verbindungsleitung-
en in der geografischen Mitte der drei Gebäude. Außerdem reiche der Platz im Pflegeheim nicht aus.