Sillerhalle strahlt in neuem Glanz

undefined Jetzt mit Lichtkuppel über dem Foyer: Die Sillerhalle in Hattenhofen präsentiert sich mit neuen Vorzügen Foto: Münch

Einweihungsfeier in Hattenhofen

Es ist vollbracht: nach sieben Monaten Bauzeit strahlt die Sillerhalle in neuem Glanz. Bei der Einweihungsfeier forderte Bürgermeister reutter die Bürger auf, das Gebäude mit Leben zu füllen.

Hattenhofen. "Nach sieben Monaten Bauzeit können wir in die gute alte Stube zurückkehren", sagte Jochen Reutter. Eine charmante Untertreibung. Mit der Einweih-
ung der sanierten Sport- und Gemeindehalle hat Hatten-
hofen ein großes Vorhaben verwirklicht, das Landrat
                                                                           Edgar Wolff ebenso interessierte wie den frisch gebackenen Bundestagsabgeordneten Werner Simmling und mehr als 200 Festgäste.
Lateinamerikanische Gitarrenklänge gaben einen Vorgeschmack, dass sich in der Halle nicht nur prima Sport treiben lässt, sondern gesellschaftliche Ereignisse willkommen sind. "Ziel war es, die Halle in ihrer Grundstruktur zu erhalten und für die Zukunft fit zu machen", betonte Reutter. Dem Architektenbüro Liebrich gelang es, das 32 Jahre alte Bauwerk aus seinem Schattendasein zu befreien.
Der Erste Eindruck zählt: Deshalb wählte der Gemeinderat einen Gelb-Grünen Anstrich aus, den der Stuttgarter "Farbenpapst", Professor Christoph Häberle, ausklügelte. Verschwand der Haupteingang vorher in dem flachen und durch einen Wandelgang zweigeteilten Baukörper, so wird der Blick jetzt auf das eigentliche Geschehen gelenkt. Silhouetten auf der Hallenwand, die Menschen in Bewegung an-
deuten, verstärken diesen Effekt.
Zwischen Schule und Seniorenzentrum bildet das Gebäude jetzt den nicht mehr übersehbaren Orts-
mittelpunkt. Edgar Wolff fiel der "Farbttupfer" sofort ins Auge. Der Landrat sprach von einem "Schmuck-
stück" und einem Mehrgenerationenhaus", in dem sich viele Menschen betätigen könnten. In dem neuen Mehrzweckraum sind Tagungen, Vorträge und Sitzungen des Gemeinderats ebenso möglich wie Bewegung und Spiel oder Kaffenachmittage. Über dem Foyer wölbt sich jetzt eine Lichtkuppel, und überhaupt erscheint das Gebäude jetzt viel frischer und fröhlicher. Die sanierte Halle so Reutter, steht für Dynamik und Bewegung am Ort. Der Rathauschef hob denn auch die mutige, richtungsweisende und kostenbewusste Entscheidung des Gemeinderats hervor.
Enstanden ist für knapp über eine Million Euro, darunter beträchtliche Zuschüsse, eine moderne Sport-
halle mit zeitgemäßer Gebäudetechnik. Heizung, Beleuchtung und Lüftung wurden nach energetischen Gesichtspunkten erneuert. Dach- und Hallenbodensanierung und der Anschluss an das Fernwärme-
netz mit den Nachbargebäuden Seniorenzentrum und Schule bewältigte die Gemeinde bereits in den vergangenen Jahren. So lag es nahe, auch den Rest noch auf Vordermann zu bringen. So dass sich jetzt auch die Vereine wieder wohlfühlen. Siegfried Rau dankte der Gemeinde im Namen der Vereine und brennt nach der Pause schon darauf, dass der Sportbetrieb endlich losgeht.

26.10.2009, NWZ, Text: Boris-Marc Münch