Allgemeines zum System

Die Papierfabrik Salach betreibt einen Hochdruckdampfkessel mit einer Leistung von 30 Tonnen Wasserdampf pro Stunde. Das Abgas wird mit einer Temperatur von 108°C bis 120°C in den Kamin eingeleitet und durch diesen in die Umgebung abgeführt.

Diese Abwärme ist für die Papierfabrik nicht mehr nutzbar und wird daher über einen Abgaswärmetauscher für die Beheizung des Sanierungsgebietes Kaffeegasse nutzbar gemacht.

Dadurch ist es möglich, das geplante Nahwärmenetz mit einer Leistung von insgesamt ca. 1.200 kW nahezu ohne zusätzlichen Primärenergieeinsatz und somit ohne zusätzliche Emissionen zu betreiben.

Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit kann das Nahwärmesystem auch ohne Abwärme der Papierfabrik betrieben werden. Für die erforderliche Wärmeerzeugung sorgt dann die zusätzliche Kesselanlage, die im Heizhaus der Kaffeegasse installiert wird.

Die Gemeinde Salach realisiert mit dieser Anlage ein innovatives Projekt und gibt damit in Baden-Württemberg einen wichtigen Anstoß in Sachen Klimaschutz.

Nach Prüfung des Projektes hat das Ministerium für Umwelt und Verkehr der Gemeinde Salach einen Zuschuss für den innovativen Teil des Konzeptes bewilligt.