Neubau Wohnanlage "Patio", Schorndorf

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Mehrfamilienhaus mit individuellem Konzept
Schorndorfer Wohnanlage Patio lässt keine Kundenwünsche offen.

Die flexible Konzeption und der hohe Planungsaufwand haben sich gelohnt: In Schorndorf entstand eine außergewöhnliche Wohnanlage mit 18 Wohneinheiten, die mit individueller Grundrissplanung, hochwertiger Ausstattung und einem modernen Energiekonzept überzeugt.

Das vom Schorndorfer Architekten Claus Stammler entworfene Gebäude verlangte geradezu nach einem modernen, effizienten und zukunftsorientierten Konzept für die technischen Installationen. Die mit der Planung beauftragten Herp Ingenieure entwarfen und planten dazu ein System, das die architektonische Vision sowohl technisch als auch wirtschaftlich optimal ergänzt.

Aufgeteilt auf ein dreigeschossiges Haupthaus mit Innenhof und Tiefgarage sowie einem weiteren Gebäude entstanden auf über 2.000 m² Wohnfläche 18 großzügig gestaltete City-Wohnungen mit individuellen Grundrissen. Jeder Eigentümer konnte bis zur Ausführungsphase über die Aufteilung der Räume und deren technische Ausstattung weitgehend frei entscheiden. Damit standen die Herp Ingenieure vor einer großen Herausforderung. Neben hochwertigen, vordefinierten Standards für die Sanitärinstallationen mussten die Installationen auf die individuellen Kundenwünsche abgestimmt werden. Um den jeweiligen Anforderungen in der Ausführungs- bzw. Montageplanung gerecht zu werden, wurden bereits in der Vorplanungsphase 15 Installationsschächte für die Erschließung von Heizung und Trinkwasser geplant.

Bei der Konzeption der Wärmeerzeugung wurde gleichermaßen auf Wirtschaftlichkeit und Ökologie geachtet. Die Beheizung und Temperierung (leichte Kühlung) der Patio-Wohnanlage erfolgt über eine monovalente Erdwärmepumpe mit einer Gesamtleistung von 100 kW. Als Energiequelle wurden 16 Erdsonden mit einer Tiefe von jeweils 110 m gebohrt. So entstand ein Erdsondenfeld mit insgesamt 1.760 m Bohrtiefe. Alle Wohnungen verfügen über eine moderne Fußbodenheizung, die mit einer maximalen Vorlauftemperatur von 35 °C auskommt. Im Sommer kann die Fußbodenheizung zusätzlich für die Raumtemperierung genutzt werden. Dabei wird das Wasser direkt über die Erdsonden abgekühlt und durch die Rohrleitungen im Fußboden geleitet. Die Wärmepumpe wird für die Kühlung nicht gebraucht. Die Räume werden so, ohne weiteren Energieaufwand, im Sommer angenehm temperiert und die Raumtemperatur um ca. drei bis vier Grad abgesenkt.

Zusätzlich verfügen alle Wohnungen über ein dezentrales Entlüftungssystem, das einen hygienisch erforderlichen Mindest-Frischluftwechsel gewährleistet. Und auch bei den Gartenanlagen wurde auf Nachhaltigkeit gesetzt. Mit Hilfe einer Regenwassernutzungsanlage können alle Frei- und Gartenflächen umweltfreundlich bewässert werden.

Eine weitere Besonderheit ist die spezielle Warmwasserversorgung. Die Wohnanlage verfügt über eine Frischwasser- Station zur hygienischen Trinkwassererwärmung. Das Prinzip gleicht dem eines Durchlauferhitzers. Das frische, kalte Trinkwasser wird nicht gespeichert, sondern über einen speziellen Wärmetauscher genau dann erwärmt, wenn es gebraucht wird. Die extrem geringe Bevorratungsmenge und die damit verbundene kurze Verweilzeit verhindert die Bildung von Legionellen und ist deshalb besonders hygienisch.

Bereits vor Abschluss der Bauarbeiten waren alle Wohnungen verkauft. Die große Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum mit moderner, effizienter Technik zeigt, dass heute nicht allein der Kaufpreis entscheidet, sondern vielmehr der Wunsch nach Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit besteht.

Technische Daten:

  • KfW-Effizienzhaus
  • Geothermie als Primärenergie
  • 16 Erdsonden mit jeweils 110m Bohrtiefe
  • monovalente Wärmepumpe mit 100 kW Leistung
  • Fußbodenheizung für 2.065 m² Nutzfläche
  • 15 Installationsschächte
  • Frischwasserstation zur hygienischen Trinkwassererwärmung
  • Regenwassernutzungsanlage für die Gartenbewässerung