Wir lesen" die Zeitung

 

undefined Die Staufeneckschule in Salach gehört zu den Schulen im Kreis, die mit einer Leseecke aufwarten können. Dank der NWZ-Lesepaten gibt es dort täglich eine aktuelle Ausgabee der Zeitung.

Stolz auf neue Durchblicker

Staufeneckschule und Hermann-Hesse-Realschule mit neuen Lesecken

Mit der Zeitung versteht man das, was in der Welt passiert. Zu den Durchblickern gehören jetzt auch die Schüler der Staufen-
eckschule Salach und der Hermann-Hesse-Realschule in Göppingen.

Salach/Göppingen. Ein großes rotes Ledersofa und einige Sitzwürfel im gleichen Design von Pol-
sterdesign Schmid aus Salach zieren die neue Lesecke der Staufeneckschule in Salach. In der hellen, lichtdurchfluteten Bibliothek im Erdgeschoss können die Schüler künftig die NWZ lesen.
"Wenn wir Zeit haben, wollen wir auf jeden Fall in die Bibliothek und die Zeitung lesen", erzählen Mandy und Alicia. Die beiden Schülerinnen denken, dass sie dort auch neue Freunde finden können: "Wenn man sich über die aktuellen Themen unter-
hält, merkt man ja schnell mit wem man sich gut versteht", sagt die 15-jährige Alicia. Sie kann sich auch gut vorstellen, den jüngeren Schülern bei der Lektüre zu helfen.
Emirhan interessiert sich hauptsächlich für den Sportteil der NWZ. Die neue Leseecke kommt dem 17-jährigen dabei gerade recht: "Ich freue mich darauf, in der Mittagspause herzukommen und die Zeitung durchzuschauen." Über Themen, die er bislang noch nicht kennt, möchte er in den komm-
enden Wochen auf jeden Fall auch lesen. Der 16-jährige Julian findet es keineswegs uncool, Zeitung zu lesen. Er kann sich gut vorstellen, in Zukunft häufiger in der Bibliothek zu sitzen. Jessica freut sich - ganz zur Verwunderung ihrer Freundin Rengin - auf den Politikteil der NWZ. "Bald reden wir in der Schule darüber und es ist mir wichtig, dass ich informiert bin", meint die 15-jährige.
Thomas Herp, Geschäftsführer von Herp Ingen-
ieure, spendet der Staufeneckschule ein Jahres-
abonnement der NWZ. Er sagte bei der Eröffnung der Leseecke, er sei damals selbst kein allzu fleiß-
iger Schüler gewesen. Dennoch habe ihm die Zei-
tung geholfen, seinen Horizont zu erweitern. "Ganz im Gegensatz zum Fernseher, der das Tem-
po der Informationsflut vorgibt, kann man beim Le-

sen selbst bestimmen, wie schnell und vor allem was man aufnimmt", meint der Ingenieur. Somit sei-
en die neuen Medien auch in Zukunft kein Ersatz für die Tageszeitung. "Ich lese sie jeden Morgen bei einer Tasse Tee. Das ist für mich durch nichts zu ersetzen", betont Herp. "Zudem ist es ein Medi-
um, das mir sehr am Herzen liegt."
Schulleiter Wolfgang Bögner ist sehr erfreut, dass seine Schüler nun jeden Tag die NWZ lesen kön-
nen: "Es ist erfreulich, dass jemand in die Zukunft unserer Kinder investiert. Auf diese Weise können sie Kontakt zu vielen Informationen bekommen", meint der Schulleiter.
Pate der Leseecke in der Hermann-Hesse-Real-
schule ist Wilhelm Ningens, Geschäftsführer der Göppinger Firma Härterei Technotherm. "Die Deut-
sche Sprache ist unser Kulturgutt und bedarf der Pflege", sagt der Geschäftsführer. Daher sei es sehr wichtig, dass das Medium Zeitung nicht in Vergessenheit gerate. "Es ist wichtig, dass die Schüler auch an der kommunalen Kultur teilhaben und sich eine gewisse Allgemeinbildung aneignen." Auch Schulleiterin Ingeborg Komenda sieht in dem Projekt einen großen Nutzen für die Schüler: "Die Lesekompetenz der Schüler muss auf vielfältige Weise unterstützt werden. Jeder Anreiz, Schüler zum lesen zu bringen, muss genutzt werden." Außerdem sei es wichtig, mit dem Medium Zeitung einen Gewohnheitseffekt zu erzielen, auch um selbstständiges Lernen zu fördern. Auch für die Lehrer bringt die NWZ-Aktion "Wir lesen" einige Vorteile: Sie können im Unterricht auf die Tages-
zeitung verweisen und als Quelle weiterer Infor-
mationsentnahme, betont die Schulleiterin. In vielen Fällen sei das Medium Zeitung keine Selbstver-
ständlichkeit mehr. Joachim Schiepp, Vertriebs-
leiter der NWZ betont: "Lesen fasziniert, eröffnet Welten und lässt Menschen mitreden."
"Ich halte die Leseecke für eine gute Idee. Vorallem für Kinder, die zuhause vielleicht nicht die Möglich-
keit haben, Zeitung zu lesen", meint Schülerin Leonie Wlassaty. Nutzen will sie die Leseecke "vielleicht vor der Schule, in den Hohlstunden oder wenn ich auf meinen Bus warte." Ich finde die Leseecke ist eine gute Möglichkeit, sich über die aktuellen Themen des Unterrichts zu informieren. Ähnlich sieht es auch Marie-Lena Traub-Körber. "Man bekommt einen Durchblick über das was momenan in der Welt passiert," sagt die Schülerin.

19.02.2011, NWZ